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Nummer 11 · 14. März 2018 Wochenblatt für den Mühlenkreis · Weserspucker Rechtsanwalt Hans-Ulrich Sieweke. Beilagenhinweis Beachten Sie die Werbebeilagen in dieser Ausgabe: Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht alle Beilagen in Ihrem Weserspucker finden, da unsere Kunden manchmal nur Teilgebiete belegen. Hält den Vortrag über die Abläufe in der Notaufnahme: Dr. Jens Tiesmeier. Jawoll Vertriebs GmbH Zeiss-Straße 1 32312 Lübbecke DIE LIMO versch. Sorten, zzgl. 25 Cent Pfand UVP 1.39 1 Liter -.88 Beachten Sie auch unsere aktuelle Beilage heute im Weserspucker! EXPERTENTIPP DER WOCHE Verschenken Sie kein Geld beim Verkehrsunfall In der Praxis gibt es solche Unfälle jeden Tag. Der Mandant überholt und ein anderer Verkehrsteilnehmer biegt links ab. Der Mandant übersieht in einer dreißiger Zone rechts vor links. Der Gegner fährt 50. Der Mandant stößt beim Rückwärtsfahren auf einem Parkplatz gegen ein ebenfalls rückwärtsfahrendes Fahrzeug. Oft glaubt der Mandant vorschnell er hätte den Unfall allein verschuldet. Er nimmt ausschließlich seine Vollkasko in Anspruch. In Unkenntnis der rechtlichen Möglichkeiten wird hier oftmals leichtfertig Geld verschenkt. Bei Mitverschulden des Unfallgegners (zum Beispiel bei Ablenkung durch Unterhaltung im Fahrzeug, Spielen am Handy, usw.) trägt die gegnerische Haftpflicht regelmäßig einen Teil des Schadens. Dies unabhängig vom bestehen einer Kaskoversicherung des Mandanten. Hat der Mandant keine Kasko, steht dem Mandanten der zu zahlende Betrag regelmäßig selbst zu. Hat der Mandant eine Kasko bietet das „sogenannte Quotenvorrecht“ ggf. erhebliche (weitere) Vorteile. Ich möchte (vereinfacht dargestellt) die Möglichkeiten anhand der folgenden Rechenbeispiele verdeutlichen: Schaden an Ihrem Fahrzeug (kein Totalschaden) 10.000 €. Wertminderung (wird von der Kasko nicht ersetzt) 400 €. Ihr Verschulden: 75 %. Verschulden des Gegners: 25 %. Die gegnerische Haftpflicht zahlt an Sie: 2.600 € Ihre Kasko zahlt (Selbstbeteiligung 1.000 €): 9.000 € Von den 2.600 € dürfen Sie 1.000 € (Ihre Selbstbeteiligung) und 400 € Wertminderung behalten. Ihrer Kasko werden 1.200 € erstattet. Ohne Inanspruchnahme der gegnerischen Haftpflichtversicherung werden Sie auf 1.400 € sitzen bleiben. Wenn keine Kaskoversicherung besteht können Sie einen Betrag von 2.600 € erhalten. Hatten Sie in der Vergangenheit einen Verkehrsunfall? Ansprüche gegen die gegnerische Haftpflichtversicherung können bis zu 3 Jahre, gerechnet ab dem 31.12. des Jahres in dem sich der Unfall ereignet hat, geltend gemacht werden. Eine Überprüfung für Unfälle aus 2015, 2016, 2017 und 2018 kann sich also lohnen. Holen Sie sich kompetenten Rat ein und verschenken Sie kein Geld. Hans-Ulrich Sieweke, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht, Detmolder Straße 28, Bad Oeynhausen, (05731) 3010340, info@kanzlei-sieweke.de Was sich alles getan hat Espelkamper Stadtführer laden wieder ein ESPELKAMP. Was gibt es Neues in Alt-Espelkamp? Dieser Frage gehen die Espelkamper Stadtführer bei einer Führung am Samstag, 17. März, 15 Uhr, nach. Der Treffpunkt ist der Neue Weg 6. Südlich der L 770 hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Seit 1990 wurde das Gebiet von der Eisenbahnstrecke bis zur Fabbenstedter Straße immer mehr bebaut. Eine Vielzahl von Gewerbe und Industriebetrieben wurde angesiedelt, alte Bauernhäuser, der alte Bahnhof und eine Gaststätte mussten weichen. Es wird auch über die Geschichte von abgerissenen Häusern aus diesem Gebiet berichtet. Ein Anmeldung ist im Kulturbüro Espelkamp, Wilhelm-Kern-Platz 14, (05772) 562161 möglich. Weniger junge Straftäter Erstmals seit 2011 ist die Aufklärungsquote der Polizei im Mühlenkreis unter die 50-Prozent-Marke gefallen. Dennoch sind die Beamten optimistisch: Die Zahl der erfassten Straftaten ist rückläufig. MINDEN-LÜBBECKE. 15.207 Delikte zählte die Polizei im abgelaufenen Jahr. „Der niedrigste Wert seit mindestens 15 Jahren“, unterstrich Landrat Dr. Ralf Niermann als Behördenleiter bei der Vorstellung der Kriminalstatistik in der vergangenen Woche. „Aus objektiver Sicht lässt es sich im Mühlenkreis also sehr sicher leben.“ 49,36 Prozent: Eine so niedrige Aufklärungsquote hat es im Kreis Minden-Lübbecke seit sieben Jahren nicht mehr gegeben. 2016 lag sie noch bei 52,23 Prozent. Wie der Stellvertretende Leiter der Direktion Kriminalität, Norbert Hus, erklärte, gebe es einige Aspekte, die für die Verschlechterung verantwortlich seien. Unter anderem habe es einen Rückgang bei den leicht aufzuklärenden Straftaten gegeben, zu denen beispielsweise die Diebstahlsdelikte zählen. „Da wir in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres jedoch schon einige Erfolge haben verzeichnen können, bin ich optimistisch, dass wir 2018 wieder deutlich über 50 Prozent liegen werden.“ Die Diebstahlsdelikte sind es auch, die mit 7.401 Fällen in 2017 den Löwenanteil ausmachten. Besonders die Ladendiebstähle fallen ins Auge: 1273 mal wurde eine solche Tat gemeldet, fast 93 Prozent konnten aufgeklärt werden. Zum Vergleich: 2016 hatte es bei 1633 Ladendiebstählen noch eine Aufklärungsquote von knapp 90 Prozent gegeben. Eine positive Entwicklung ist bei den Wohnungseinbrüchen zu beobachten: Hier ist die Zahl um zwölf Prozent auf 510 gesunken. Diesen Trend wolle man fortführen, betonte Dr. Niermann. „Die Jagd nach Einbrechern ist mühsam. Aber wir werden nicht locker lassen.“ Großen Handlungsbedarf zierter Straftatbestand und gehe in die Statistik mit ein. Trotzdem ist die Aufklärungsquote mit 88 Prozent recht hoch: „Der Täter ist selten unbekannt“, unterstrich Stüven. Oft handele es sich um Beziehungstaten. Um fast ein Drittel zurückgegangen sind hingegen die Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern (19) und exhibitionistischer Handlungen (16). Eine negative Entwicklung gibt es hingegen bei den Straftaten gegen das Leben: Neun mal musste die Polizei wegen Mord sowie vorsätzlicher oder fahrlässiger Tötung ermitteln – eine Steigerung von 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. P ositiv aufzunehmen ist laut Norbert Hus der starke Rückgang im Bereich der Jugendkriminalität. 1.345 Tatverdächtige unter 21 Jahren gingen der Polizei 2017 „ins Netz“, 239 wenigr als noch 2016. Wesentliche Delikte waren Diebstahl, Körperverletzung, Rauschgifthandelund -konsum, sowie Taten im Bereich der Straßenkriminalität. gibt es hingegen bei den Diebstählen an und aus Kraftfahrzeugen: Hier stieg die Zahl der Delikte um knapp 14 Prozent auf 1300 an, im Jahr zuvor waren es noch 1143. Die Aufklärungsquote liegt bei mageren acht Prozent. „In diesem Bereich haben wir es oft mit Serientätern zu tun“, bemerkte Detlev Stüven, Abteilungsleiter der Polizei. So seien es häufig Drogensüchtige, die mit den Taten ihre Drogensucht finanzierten, aber auch Tätergruppen. Eine negative Entwicklung war auch bei den Sexualstraftaten zu beobachten: So verdoppelte sich beispielsweise die Zahl der Vergewaltigungen von 21 auf 42 – der höchste Wert seit zehn Jahren. „Diese hohe Zahl ist mitunter auf eine Gesetzesänderung zurückzuführen“, erläuterte Stüven. Seit dem letzten Jahr sei auch „Anstößiges Anfassen“ ein qualifi- Ein genauer Blick in die Notaufnahme Was bedeutet Triage? Oberarzt Dr. Tiesmeier erklärt die wichtigsten Abläufe LÜBBECKE. Die einen klagen über starke Schmerzen in der Brust oder Atemnot, bei anderen treten plötzliche Lähmungen oder Sprachstörungen auf. Viele Patienten werden mit dem Rettungswagen gebracht, einige kommen in Begleitung oder alleine mit dem Auto. Die Notaufnahme eines Krankenhauses sichert die Akutversorgung von Patienten im medizinischen Notfall rund um die Uhr. Um die Schwere der Erkrankung eines Patienten einzuordnen, wird in Notaufnahmen das in Europa etablierte „Manchester Triage-System“ verwendet. Das Farbsystem wird verwendet, um die Dringlichkeit der ersten ärztlichen Untersuchung und den damit verbundenen Behandlungsbeginn festzulegen. Im Vortrag „Ein Blick in die Zentrale Notaufnahme – Was bedeutet Triage?“ stellt Dr. Jens Tiesmeier, Oberarzt des Instituts für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am Krankenhaus Lübbecke- Rahden, das System ausführlich vor. Der Vortrag findet am 15. März, 19 Uhr, im Sozialzentrum des Krankenhauses in Lübbecke, Virchowstraße 65, statt. Er ist Teil der Reihe „Medizinischer Frühling“, die von den Freundeskreisen des Krankenhauses Lübbecke und Rahden veranstaltet wird. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Vortrag wird am 28. März, 19 Uhr, in der Cafeteria des Krankenhauses Rahden wiederholt. Diesen Vortrag hält Harry Warkentin, Notarzt in der Notaufnahme des Krankenhauses Rahden. Glutenfrei und westfälisch Landfrauen bieten neue Kochkurse an LÜBBECKE. Am Mittwoch, 21. März, 17.30 bis 21.30 Uhr, bietet der Landfrauenservice im Fabian-Haus am Geistwall 12 in Lübbecke einen Kochkurs zu Gluten an. Was ist überhaupt Gluten? Worin ist es enthalten und worin nicht? Dieser Kurs gibt Ideen, die Küche glutenfrei umzustellen. Mit glutenfreien Rohstoffen und frischen Lebensmitteln werden leckere Gerichte gezaubert. Die Leitung übernimmt Susanne Sprengel. „Köstliches aus der Westfälischen Küche“ heißt es hingegen beim Kurs am 22. März, 17.30 Uhr. „Wir möchten die heimische Küche wieder mehr ins Bewusstsein rücken. Gerichte, die wir teilweise noch aus unserer Jugendzeit kennen, werden zubereitet“, so Kursleiterin Ulrike Binnewitt. Junge Hausfrauen, aber auch interessierte Hausmänner bekommen praktische Rezepte vermittelt. Teilnehmer sollten Behälter für Reste mitbringen. Anmeldungen sind beim Landfrauenservice Minden- Lübbecke-Herford unter (05741) 8523 oder per E-Mail an Landfrauenservice@tonline. de möglich. Am 15. März findet der Kurs „Leckere Kinderküche“ statt.


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