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Weserspucker · Wochenblatt für den Mühlenkreis Nummer 11 · 14. März 2018 Steigen die Temperaturen, gehören Hummeln zu den ersten Luftakrobaten an Waldrändern und Lichtungen. Auch (Wild-) Bienen suchen jetzt an Weiden und Haselsträuchern Pollen. Fotos: PEFC Im Frühling gibt es im Wald viel zu entdecken Sobald die letzten Schneereste weggetaut sind und die ersten wärmenden Die Wälder entdecken: Besonders für Kinder ist der Kontakt zur Natur ein Erlebnis. Auf den Spuren von Orkantief Friederike Regionalforstamt lädt zum Waldspaziergang MINDEN. Das Regionalforstamt OWL bietet am 18. März 2018 für alle interessierten Waldbesitzer und Waldbesucher eine spannende Waldwanderung im Wiehengebirge an. Das Informationsbedürfnis am Thema Wald nach dem Orkantief Friederike ist der Bevölkerung offensichtlich sehr wichtig geworden, so das Regionalforstamt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Wanderung ist selbstverständlich für alle Teilnehmenden kostenfrei. Aufgrund der Wegeverhältnisse ist der Wanderparcours nicht barrierefrei. Sonnenstrahlen auf den Boden treffen, herrscht Aufbruchstimmung im Wald. MINDEN-LÜBBECKE. Die ersten Pflanzen stecken neugierig ihre Köpfe aus dem Boden, an den Bäumen sprießen die Knospen und immer mehr Vogelstimmen begrüßen die täglich früher aufgehende Sonne. Dass unsere Wälder gerade im Frühjahr so lebendig und artenreich sind, liegt außer an „Mutter Natur“ auch daran, dass knapp 70 Prozent der Waldfläche nachhaltig nach den strengen Standards der Waldschutzorganisation PEFC bewirtschaftet werden. Zum Tag des Waldes weist die Organisation auf einige Naturphänomene hin, die es jetzt im Wald zu entdecken gibt und die den Frühling einläuten: Die Zeit der kahlen Zweige ist vorbei. Zu den frühblühenden Baumarten gehören Hasel, Weide und Erle, deren Pollen im Frühjahr oft die einzige Nahrung für Bienen darstellen. Früh dran, mit schwellenden Knospen und ersten grünen (zum Kälteschutz oft behaarten Blättchen), sind auch Eberesche, Birke und Lärche. Die letzten Schneereste sind kaum weggetaut, da erblühen in den Laubwäldern schon die ersten Blumen. Zu den Frühblühern zählen die blaublühenden Leberblümchen, die weißen Blüten der Buschwindröschen und die Wald-Schlüsselblume, erkennbar an ihren fünf blassgelben Blütenblättern. All diese Pflanzen nutzen die kurze Zeit, in der die Sonnenstrahlen die unbelaubten Baumkronen noch gut durchdringen können. Zu den Frühaufstehern im Wald zählen auch zahlreiche Käferarten, wie z.B. die Marienkäfer. Sie haben den kalten Winter starr und in großen Gruppen unter den Rinden abgestorbener Bäume verbracht. In PEFC-zertifizierten Wäldern verbleibt deshalb immer ein Teil des Holzes als Totholz im Wald, weldrei Wochen erkunden sie schon den Wald. Entdeckt man eine Wildschweinmutter mit ihren Jungen im Wald, sollte man jedoch Abstand halten, da sich die Tiere sonst erschrecken und aggressiv werden können. Steigen die Temperaturen, gehören Hummeln zu den ersten Luftakrobaten an Waldrändern und Lichtungen. Den Winter haben sie im Boden in bis zu 30 Zentimetern Tiefe verbracht. Auch (Wild-) Bienen suchen jetzt an Weiden und Haselsträuchern Pollen und beginnen mit der Honigherstellung. Zu den ersten Sängern im Februar und März zählt die Amsel. Schon vor Sonnenaufgang läuten die Männchen mit ihren melodiösen Strophen den Tag ein. Gerne singen sie von exponierten Stellen wie Baumkronen, damit ihr Gesang weithin hörbar ist. Auch Buntspechte sind zu hören, wenn sie mit ihrem Schnabel auf Baumstämmen trommeln, um ihr Revier anzuzeigen und Weibchen anzulocken. Schon ab Februar kehren zu den bereits anwesenden Amseln, Meisen und Rotkehlchen auch die ersten Zugvögel aus ihren Überwinterungsgebieten zurück, wie zum Beispiel die Singdrossel oder der Star, der zum Vogel des Jahres 2018 gewählt wurde. ches Käfern als Lebensraum dient. Gegen das Erfrieren im Winter schützt die Marienkäfer übrigens ein körpereigenes Frostschutzmittel im Blut, bestehend aus Glycerin und anderen Zuckern. Waldbesucher können solche ökologisch besonders wertvollen Biotopbäume an der PEFCBiotopbaumplakette erkennen. Der März ist im Wald ein klassischer Geburtsmonat, in dem viele Jungtiere zur Welt kommen. Nachwuchs gibt es zum Beispiel bei Familie Wildschwein. Nur ein paar Tage verbringen die Frischlinge mit ihrer Mutter in einem Nest, mit spätestens Tiere freuen sich über Nachwuchs Umsonst und draußen: Vogelkonzerte starten Das große Krabbeln an den Biotopbäumen Knospen verwandeln sich in Blüten Gesundheit aus dem Wald Japanisches Shinrin Yoku im Mühlenkreis MINDEN-LÜBBECKE. Waldluft ist Medizin zum Einatmen. Wissenschaftliche Studien aus Japan haben das bewiesen. Shinrin Yoku lautet in Japan die Zauberformel für ganz natürliche Gesundheit, frei übersetzt bedeutet das „Baden im Wald“. Die Waldluft ist reich an pflanzlichen Botenstoffen, diese sogenannten Phytonzide können Blutdruck sowie Stresspegel senken. Im Mühlenkreis bietet die OWL Coachingpraxis aus Minden regelmäßig Shinrin Yoku-Seminare im Wiehengebirge an. Inhalte sind Theorie und Praxis sowie gezielte Übungen zum Stressabbau und zur Persönlichkeitsentwicklung. Infos: www.wald-seminare.de oder per Telefon: 0571 (8 89 17 04)


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