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Weserspucker · Wochenblatt für den Mühlenkreis Nummer 15 · 11. April 2018 Neue Zimmerdecke in nur 1 Tag! Besuchen Sie unsere Ausstellung: Di. 14–18Uhr & Do. 9–12 Uhr Zimmerdecken • Beleuchtung • Zierleisten Freitagsangebot gültig am 13.04.2018 30% NACHLASS* *AusgenommensindunsereFlyerangebote,derRabattbeziehtsichaufdenUVP/LP,nichtaufunserenindividuellenreduziertenAVP, sowieverschreibungspflflichtigeArzneimittelundZuzahlungen;gültignuraufLagerartikel Mitmachen und gewinnen Aktionszeitraum 2018 vom 01. Mai bis 31. August www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de 88 Ohne ausräumen und Beleuchtung nach Wunsch Zimmerdecken • Beleuchtung • Zierleisten PLAMECO Fachbetrieb Birkemeyer, Portastraße 63 32457 Porta Westfalica - oder rufen Sie an: 05 71 / 97 20 97 60 Das Ende der fetten Jahre Dietmar Wischmeyer, 60, ist für seine Fans der Gangsta-Rapper der deutschen Comedy. Fernsehzuschauern ist der studierte Philosoph, Satiriker, Comedian, Buchautor und Radiomacher als scharfzüngiger Beiträger der „heute-show“ im ZDF bekannt geworden. Wir expandieren weiter! Wachsen Sie mit uns! Wir suchen mehrere FAHRER (m/w) / BEIFAHRER (m/w) für das Gebiet Minden und Umgebung für die Personenbeförderung in Kleinbussen (max. 9-Sitzer) auf Mini-Job Basis, gerne auch Hausfrauen/- männer und Rentner/-innen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf: Engler Transfer GmbH Büro Hüllhorst Telefon 05744 - 771 96 87 y MMiinnddeenn * Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Gültig am 13.04.2018. Stand 15.03.2018 V Gutschein Nimmt kein Blatt vor den Satiriker-Mund: Dietmar Wischmeyer. Foto: Gaby Gerster Sein Auftritt Ende April im Mindener Stadttheater ist längst ausverkauft, vorab sprach Dietmar Wischmeyer mit Olaf Neumann über seine satirischen Beobachtungen aus dem deutschen Alltag. In Ihrem neuesten Buch „Vorspeisen zum jüngsten Gericht“ dokumentieren Sie „Zeugenaussagen über den Gemütszustand der normalen Daseinsmitbewerber“. Was haben Sie gänzlich Neues über das Wesen der Deutschen herausgefunden? Wischmeyer: Ich habe im Wesentlichen etwas über mich selbst herausgefunden: Dass es sehr viel Spaß macht, sich komplett in die Gedankenwelt und den Rededuktus eines anderen Menschen hineinzudenken. In den USA ist das sogar Lehrfach, in Deutschland leider nicht. So, wie Sie die Szenen einer Ehe beschreiben, muss dieser Bund die Hölle sein. Eigene Erfahrungen? Zumindest in diesen kurzen Sequenzen ist sie die Hölle. Darin wird sich jeder, der eine Ehe vollzieht, wiedererkennen. Solche Momente gibt es überall. Wenn zwei Wesen in einer Zwangsgemeinschaft zusammenleben, dann müssen sie irgendwann aneinandergeraten, alles andere wäre furchtbar traurig. Der schlimmste Roman überhaupt wäre eine Geschichte über zwei Menschen, die sich sehr gut verstehen. Ihr aktuelles Werk trägt den Untertitel „Ein Nachruf auf unsere fetten Jahre“. Was macht Sie so sicher, dass wir uns in der Endphase eben dieser befinden? Das ist eine logische Folgerung: Es geht uns zu gut, das hat auch etwas Unheilverkündendes. Ich mache es gar nicht sachlich daran fest, dass wir der Vollbeschäftigung nahe sind und unser Gesundheitssystem besser funktioniert als in fast allen Ländern Europas und der Welt sowieso. Auf den Zenit kann eigentlich nur der Absturz folgen. Wenn es einem schlecht geht, hat man immer noch die Hoffnung, dass es einem besser gehen kann. Jetzt aber nicht. Ich kenne viele Akademiker-Elternpaare, deren Kindern es nicht besser geht als ihnen selbst. Das ist eine ganz neue Erfahrung. Nach dem Gefühl der meisten Leute sind die fetten Jahre vorbei. Muss man als Künstler nicht immer zuversichtlich in die Zukunft blicken, um etwas erschaffen zu können, an dem sich Menschen erfreuen können? Nein. Es gibt viel mehr Romane, Gedichte, Kunstwerke, Musikstücke, die voller Depressionen und Warnungen sind vor dem, was passiert. Außer Rosamunde Pilcher kenne ich kaum einen, der Zuversicht in irgendetwas hat. Zuversicht ist mittlerweile ein Zeichen des Schundromans. Haben Sie als Künstler ein Ziel, wollen Sie etwas Sinnvolles - den zivilisatorischen Fortschritt sozusagen? Nein, das wäre Hybris. Ich denke, dass viele Künstler tief im Innersten nicht wirklich glauben, dass sie mit ihrer Kunst etwas bewirken können. „To make the world a better place“ ist eine schöne Floskel, aber es gelingt den wenigsten. Wenn ich überhaupt etwas erreichen will - außer dass ich damit meinen Lebensunterhalt verdiene - dann will ich, dass die Leute über meine Texte nachdenken. Wenn sie über den Witz und das Lachen zu einer Erkenntnis über sich selbst fänden und sich eine Auszeit aus dem Wahnsinn nähmen, wäre schon viel erreicht. Ich könnte alle Themen meines Buches auch ernsthaft statistisch beschreiben, aber das will man nicht lesen. Gibt es ein Satiriker-Ethos, dem Sie sich verpflichtet fühlen? Das Satiriker-Ethos, das alle wie eine Monstranz vor sich hertragen, lautet: „Schlage nie einen Gedemütigten, dem es sowieso schon schlecht geht! Rege dich nur auf über die Mächtigen!“ Ich aber sage: alles Quatsch! Der Satiriker ist ein Hund, der alles anpisst, was ihm im Wege steht. Er ist ungerecht, gemein, verkürzt komplexe Sachverhalte für einen guten Witz. Kurzum auf den Punkt gebracht: Der Satiriker ist keine moralische Instanz. Seit den Anschlägen auf die französische Zeitschrift „Charlie Hebdo“ muss ein Satiriker das sein, was früher die Geistlichkeit war: eine Margot Käßmann, aber mit Witz. Das kann und will ich gar nicht leisten. Darf Satire unsachlich sein und muss sie weh tun? Die Frage stellt sich nicht, ob sie es soll oder ob sie es darf. Die Satire ist einfach so. Sie würde für einen guten Witz ihre eigene Großmutter fressen. Sobald sie anfängt, moralisierend zu werden, kippt sie ganz schnell über ins Moralinsaure. Man merkt die Absicht und ist verstimmt. Da schüttelt es mich. Der türkische Präsident Erdogan ist unlängst wegen Majestätsbeleidigung gegen den deutschen Satiriker Böhmermann vorgegangen. Geht heute in der Satire deutlicher weniger als früher? Das war eher eine skurrile Begebenheit, da ist ja kein Blut geflossen, das war alles in Ordnung. Jan Böhmermann hat einen miesen Beitrag geliefert um des Effektes willen, und der Vollidiot Erdogan ist darauf reingefallen. Es war ein Sturm im Wasserglas, kurioserweise mit Auswirkungen bis ins Kanzleramt. Aber man merkt schon, dass eine gewisse Ängstlichkeit besteht. Es gab ja den Vorwurf an Dieter Nuhr, dass er keine Islamwitze mache. Das ist Quatsch! Man kann einem Künstler nicht vorhalten, dass er bestimmte Themen oder bestimmten Gruppen der Menschheit nicht mit Satire bedenkt. Es gibt keine demokratische Satireverteilung. Aber man sollte vielleicht nicht mehr alles sagen und als großer Erdogan-Satiriker vielleicht auch nicht mehr in die Türkei reisen. Das hätte man sich vor fünf Jahren noch nicht vorstellen können. Sind Sie angewiesen auf Wut, um Schreiben zu können? Es ist ein großer Aderlass, wenn man das schreibend bewältigen kann, was einen wütend macht oder durchdrehen ließe. Das ist ein besseren Ventil als mit der Axt durch die Fußgängerzone zu laufen. LKW fährt nach Unfall weiter Polizei sucht nach Vorfall an der Mindener Birne Zeugen MINDEN. Am Freitagmorgen kam es in der Birne zu einem Unfall zwischen zwei Pkws. Auslöser war vermutlich ein Lkw-Fahrer, der unvermittelt in die Birne eingefahren war. Nun sucht die Polizei nach Zeugen des Vorfalls. Gegen 9.20 Uhr befuhr ein KIA-Fahrer (80) mit seinem roten Auto die Birne von der Ringstraße kommend in Richtung Weserauentunnel. In Höhe der Zufahrt von der Lübbecker Straße fuhr ein bisher unbekannter Lkw- Fahrer in die Birne ein, ohne auf die im Kreisverkehr befindlichen Autos zu achten. Um eine Kollision mit dem Lkw zu vermeiden, wich der Senior auf den linken Fahrstreifen aus. Hierbei kollidierte er mit einem neben ihm fahrenden schwarzen VW Polo, an dessen Steuer eine 64-jährige Mindenerin saß. Bei dem Unfall wurden beide Autos an den Fahrzeugseiten beschädigt. Der Lkw-Fahrer fuhr weiter. Der Sachschaden wurde auf rund 2.000 Euro taxiert. Hinweise bitte an die Polizei in Minden unter der Rufnummer (0571) 8866 -0. Das einzig kreisweit erscheinende Wochenblatt


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