Page 5

20171011.WL

Weserspucker · Wochenblatt für den Mühlenkreis Nummer 41 · 11. Oktober 2017 Die Reste des Fundamentes der Kreuzkirche sorgten bei ihrer Entdeckung landesweit für Aufsehen. Zu erreichen ist das Bodendenkmal über die Wanderwege an der Kaiser Wilhelm-Statue. Gräber im Wald unter Glas So ist es recht: Passend zu unserer Serie „Draußen im Herbst“ wird das Wetter richtig schön. Im „Goldenen Oktober“ stellt der Weserspucker mehr oder minder bekannte Ausflugsziele vor. PORTA WESTFALICA. Teil II unserer Serie „Draußen im Herbst“ führt uns an einen Ort im Wiehengebirge, der Schauplatz eines Dramas gewesen sein dürfte... Diese Entdeckung sorgte vor gut 20 Jahren für landesweite Schlagzeilen. 1996 konnten archäologische Untersuchungen auf dem Wittekindsberg ein Bodendenkmal freilegen, das mittlerweile weit über die Grenzen Ostwestfalens hinaus von immenser historischer und kunstgeschichtlicher Bedeutung ist. Die akribischen Ausgrabungen legten die Grundmauern eines kreuzförmigen Gebäudes, der heute von Fachleuten zweifelsfrei als Kirche zu interpretieren ist, frei. Dem Spaziergänger im Wald nahe des Kaiser Wilhelm-Denkmals bei Porta Westfalica offenbart sich das Bodendenkmal auf den ersten Blick als Glaskuppel, das recht unvermittelt aus dem dichten Baumbestand auftaucht. Je nach Sonneneinfall Historisch mystische Szenerie: Die Perspektive von der Besucherplattform legt den Blick auf fünf Gräber frei. sorgen Lichtspiele und Reflektionen für eine mitunter unwirklich anmutende Szenerie. Ein Umlauf aus begehbarem Stahlgeflecht fasst die transparente Gebäudehülle ein, von dem Laubengang mitten im Wald hat der Wanderer einen beeindruckenden Blick auf das Innenleben, das eng mit dem Tod verknüpft ist. Wir sehen hier im Durchschnitt gut ein Meter breite und bis zu 80 Zentimeter hoch erhaltene, in Lehm ver- Raum gruppieren. Die historischen Fundament und Mauerreste der Kreuzkirche sind mit Lehmmörtel gebunden, daher litten sie stark unter Witterungseinflüssen. Aus diesem Grund mussten sie durch einen Schutzbau erhalten werden, sichtbar und für Besucher zugänglich. Der Blick fällt auf Gräber. Im südlichen und westlichen Innenraum der Kirche konnten Reste von insgesamt fünf Gräbern freigelegt werden, drei davon verortet die Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen als Kindergräber. Das erste Kind soll beim Begräbnis zwischen einem und zwei Jahre alt gewesen sein, ein vierjähriger Junge, ein ebenso altes Mädchen und ein zwischen sechs und sieben Jahre altes Mädchen haben ebenfalls an diesem Ort ihre letzte Ruhestätte gefunden. Im fünften Grab fanden sich die sterblichen Überreste einer erwachsenen Frau. Was sich hier genau abgespielt haben mag, ist nicht überliefert, gibt aber immer wieder Raum für Spekulationen... legte Bruchsteinmauern. Sie bilden die Form eines griechischen Kreuzes von etwa 14 Was genau geschehen, ist nicht überliefert... Meter Länge und ebensolcher Breite. Dieser streng symmetrische Grundriss bildet vier quadratische Räume von gut vier mal vier Metern Größe, die sich um einen gleichsam dimensionierten zentralen Neue Türen öffnen Siebter Selbsthilfetag in Lübbecke LÜBBECKE. Beim 7. Lübbecker Selbsthilfetag am Samstag, 14. Oktober, 11 bis 17 Uhr, im Treffpunkt „PariSozial“ informieren Selbsthilfegruppen aus dem Kreisgebiet zusammen mit der Selbsthilfe- Kontaktstelle der PariSozial Minden-Lübbecke/Herford, der Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen sowie anderen professionellen Beratungseinrichtungen. Es werden viele Themen vertreten sein wie um Beispiel Alkohol, Arthrose, Krebserkrankungen, Parkinson, Schlaganfall oder auch Tinnitus. „Die Selbsthilfe ist wie immer vielfältig vertreten, und das freut uns sehr“, so Katja de Vink von der Selbsthilfe- Kontaktstelle. Neben den Informationsständen werden Vorträge und Workshops angeboten. Die AOK Nordwest bietet einen Stresstest an, die IKK classic einen Gesundheits Check. Außerdem gibt es Handmassagen, Aromapflege und Führungen im Hospiz. Für Kinder werden vor Ort eine Hüpfburg sowie Maltische aufgebaut und auch Ballon Elly wird wieder dabei sein. Cafeteria und Flammkuchen Stand laden zum Verweilen ein. „Durch eine Förderung der gesetzlichen Krankenkassen können alle Interessierte die Vorträge und Workshops kostenfrei nutzen, denn die Selbsthilfe bleibt allemal unbezahlbar“, freuen sich Iris Busse und Renate Winkler-Werner von der Selbsthilfe-Kontaktstelle. Um 16 Uhr findet der Vortrag „Alarm im Darm – Essen und Trinken beim Reizdarmsyndrom“ statt. Weitere Vorträge sind geplant. Auch schöne Deko-und Geschenkartikel aus Filz sind auf dem Kunsthandwerker-Markt zu erwerben. Markt der guten Dinge Martinsbasar im Waldorfkindergarten LÜBBECKE. Am Samstag, 11. November, lädt der Waldorfkindergarten in Stockhausen von 11 bis 17 Uhr zum Martinsbasar ein. Anders als in den Vorjahren findet der „kleine Markt der guten Dinge“ in diesem Jahr nicht am traditionellen Allerheiligen- Termin statt. „Auf Grund der späten Herbstferien in NRW haben wir in diesem Jahr einen neuen Termin gefunden.“ so Hanna Wetter. Ansonsten bleibt sich der Waldorfkindergarten treu. Alles wird zum Martinsbasar in festliches Licht getaucht und Groß und Klein sind eingeladen in herzlicher Atmosphäre handwerklich gefertigte Unikate aus Holz, Stoff, Wolle, Ton und Papier zu bestaunen und zu erwerben.


20171011.WL
To see the actual publication please follow the link above