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Begräbnis ganz individuell Die traditionsreichen Gräber für Sarg- und Urnenbestattungen – das Wahl- oder Erbbegräbnis und das Reihengrab – sie gehören noch immer zum umfangreichen Bestattungsangebot auf den städtischen Friedhöfen in Minden, obwohl die Nachfrage stark rückläufig ist. MINDEN. Der Anteil der Sargbestattungen nimmt inzwischennur nocheinViertel von den Gesamtbestattungen ein. Ein Hauptgrund dafür ist schnell gefunden: In den wenigsten Familien kann heute eine ständige Grabpflege über die lange Zeit von 30 Jahren – so die Ruhefrist gleichermaßen für Särge und Urnen – aus den verschiedensten Gründen gewährleistet werden. Alternativen sind deshalb gefragt und finden sich oftmals in den gärtnerisch hochwertig angelegten Gemeinschaftsgrabanlagen inclusive der Grabpflege. Für Sargbestattungen gibt es zum Beispiel auf dem Nordfriedhof das Einzel-, das Tief- oder das Partnergrab inklusive einer flächigen Bepflanzung, eingebunden in den sogenannten Bestattungsgarten. Auf vielen anderen städtischen Friedhöfen werden zumindest Rasenreihengräber angeboten, wahlweise mit liegender Schriftplatte oder stehendem Grabmal. Galt noch Ende der 1990er Jahre ein „anonymes“ Begräbnis einer Urne als einzige pflegefreie Möglichkeit, so wird diese Formaktuell kaum nochnachgefragt. Längst finden die Beisetzungen von Urnen vorwiegend in gärtnerisch gepflegten Anlagen statt. So ermöglicht die „halbanonyme“ Beisetzung den Angehörigen das Abschiednehmen am Grab und das Anbringen eines Namenschildes an einer dafür aufgestellten Stele aus Stein. Der dort abgestellte Blumenschmuck, eine Vielzahl von Engelchen und Grableuchten, zeigen wie wichtig ein konkreter Ort für die Trauerbewältigung der Hinterbliebenen sein kann. Noch deutlicher ist dieses Verhalten bei den Urnengräbern inklusive Grabpflege zu beobachten. Hier geht das Streben nach Individualität, das sich „Absetzen“ von all den anderen teilweise sogar so weit, dass die vorhandene, einheitliche Bepflanzung entfernt und durch eigene Kreativität ersetzt wird. Das dadurch aber das eigentlich gewünschte, harmonische Gesamtbild der Gemeinschaftsanlage und andere Trauernde gestört werden, empfindet derjenige, der so handelt nicht. Unterstützt wird diese Verhalten durch eine individuelle Gestaltung der Grabmale – eine schlichte Stele oder ein Kissenstein reichen oft nicht. Trotz intensivster Beratung durch Bestatter und Friedhofsträgergelingtesnicht immer,die Angehörigen in ihrer emotional schwierigen Phase der Trauer so anzusprechen, dass sie bei der Auswahl der Begräbnisstätte die eigenen und die Wünsche des Verstorbenen gleichermaßen berücksichtigen. Nur so lässt es sich letztlich erklären, dass selbst bei einer Baumbestattung, bei einer Beisetzung im Findlingswald, auf einer Streuwiese, im Kolumbarium oder bei einer Rasenbestattung die Möglichkeit nach individueller Gestaltung gesucht wird. Was imRuheforst oder Friedwald akzeptiert wird – nämlich dort keinen Trauerschmuck abzulegen – das gilt leider für den Baum auf dem Friedhof weniger. Hier kann derFindlingalsGrabmalnicht groß genug sein und auch die Stele sollte möglichst viel Platz zur Gestaltung bieten. Geradezu selbstverständlich werden bepflanzte Schalen, Sträuße, Grablichter und allerlei symbolische Gegenstände auf der mit Mulch abgedeckten Baumscheibe abgestellt, nicht selten ohne Rücksicht auf die Begräbnisse rechts und links. Ärger und Unmut sind die Folge und die sicher berechtigte Forderung an den Friedhofsträger, für Abhilfe zu sorgen. Die in diesem Zusammenhang auch gestellte Frage: „Wurde hier falsch beraten?“ kann erfahrungsgemäßmit einemklaren „Nein“ beantwortet werden. Zum Friedhof der Gegenwart und der Zukunft gehört ein breit gefächertes, auf die Wünsche der heutigen Gesellschaft abgestimmtes Angebot an Bestattungsmöglichkeiten. Selbstverständlich schaffen und bieten umsichtige Friedhofsträger dabei auch die Räume und Flächen für besonders individuelle Sarg- und Urnenbestattungen und freie Grabgestaltungen imRahmender Friedhofssatzung. Entscheiden sich aber Menschen bereits in der Vorsorge oder im Sterbefall für die Beisetzung in einem Gemeinschaftsfeld, dann sind sie zwar weitestgehend von der Grabpflege befreit, müssen aber gleichzeitig ein gewisses Maß an Anpassungakzeptieren.Denn ein Friedhof lebt auch von einer gewissen harmonischenAusstrahlung,vonOrdnung und Ruhe, von Rücksichtnahme auf alle Trauernden. Eine rechtzeitige Beratung und Auseinandersetzung mit den vielfältigen MöglichkeiteneinerBestattungkannden Hinterbliebenen die Wahl erleichtern und ist zu empfehlen. DieMitarbeiter der Friedhofsverwaltung stehen für Fragen gerne zur Verfügung. Urne nicht die einzige pflegefreie Möglichkeit Auch ein Urnenwaldgrab lässt sich individuell gestalten. Ein konkreter Ort zum Trauern kann wichtig für die Trauerbewältigung der Hinterbliebenen sein. Aktionstag: Viel los auf dem Nordfriedhof in Minden Städtische Betriebe Minden beteiligen sich am bundesweiten „Tag des Friedhofs“ MINDEN. Deutschlandweit findet am 18. September der „Tag des Friedhofs“ statt. Auch in Minden beteiligen sich die Städtischen Betriebe erneut an diesembundesweiten Aktionstag. Am Sonntag wird auf dem Nordfriedhof in derZeitvon10.30bis16.30Uhr ein abwechslungsreiches Programm angeboten. So werden Mitarbeitende aus dem Bestattungswesen der SBM unter anderem über aktuelle Bestattungsformen, Vorsorgemöglichkeiten und Grabpflege informieren. Geplant sind zudem kurzweilige Führungen zu den Gemeinschaftsgrabfeldern für Sarg- und Urnenbestattungen inklusive der Grabpflege. Darüber hinaus gibt es zwei „historische“ Führungen mit Alwin Pamin (Mitarbeiter im Bereich Bestattungswesen), um 11 und um 14 Uhr. Diese starten amHaupteingang des Friedhofs – Marienstraße/Ecke Poggenmühle. Das „Grabfeld der Erinnerung“ wird einmal mehr von den Mitarbeitern der Diakonie Stiftung Salem präsentiert. Die stete Erweiterung des Grabfeldes, die Aufwertung durch gestalterische Elemente und vor allem das überaus wichtige Engagement der ehrenamtlichen Helfer werden im Mittelpunkt stehen. Nicht weniger interessant sind das in der Nähe gelegene „Grüne Klassenzimmer“ des Nordfriedhofes und der erst 2021 eingeweihte „Sonnenring“ – ein Projekt der Gruppe „Leben mit Demenz“, getragen von der Alzheimergesellschaft Kreis Minden-Lübbecke. Abgerundet und ergänzt wird der Tag durch die vielseitigen Aktivitäten der „Klanggruppe“ um Ursula Lübbert. Sie und ihre Mitstreiterinnen bieten die inzwischen immer beliebteren „Auszeiten“ auf dem Nordfriedhof an. Begleitet von Klangschalen und Gong laden sie ein zu Fantasiereisen und Märchen, zu Entspannung, Achtsamkeit und Qigong. Übungen dazu bietet Karin Kirscht in der Zeit von 14 bis 14.30 Uhr an – bei gutem Wetter draußen in der Nähe der Kapelle. Das passende musikalische Programm findet dann von 15 bis 16 Uhr in der Kapelle statt, unter anderemmit derUnterstützung des Chors der „Brumming Sisters“. KolumbariumSt.MauritiusMinden Pauline-von-Mallinckrodt-Platz 3 32423 Minden · Tel. 0571 - 83764100 www.kolumbarium-minden.de Täglich geöffnet von 10 – 17 Uhr Die Urnenbegräbnisstätte im Zentrum Mindens Bartling Bestattungen Bartling Bestattungen e. K. · Inh. S. Köster Porta Westfalica-Barkhausen · Tel. 0571/53884 Kruse-Köster e. K. Parkweg 16 32457 Porta Westfalica Beratung, Betreuung und Hilfe beim Trauerfall BESTATTUNGEN Tag u. Nacht dienstbereit Tel. 0571/71201 und 710560 www.kruse-koester.de Bestatter@t-online.de Die Würde des Menschen ist der Maßstab für unser Handeln! Grille1 32423 Minden ☎0571.32600 www.bestattungen-minden.de Rolf Wehrmann, Bestatter seit 1996. Gespräche zu Trauerfall oder Vorsorge auch gerne bei Ihnen zu Hause . . . Bestattungskosten-Berechnung auch telefonisch – sofort, umfassend, unverbindlich! 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